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Diskussionsbeitrag No. 0153:
Name: Mechthild Föcking
E-Mail: me-foecking@t-online.de
Thema: Re: Re: Phoenix: Die Hartz IV-Schule
Leider wurde die Protestaufforderung nicht auf dem Hintergrund der von mir im September nach der WDR-Ausstrahlung gemachten Zuschrift gesehen.
Natürlich müssen wir alles tun, um die SchülerInnen unserer Schulen auf eine vollwertige Teilhabe am Leben - und dazu gehört per Grundgesetz auch Arbeit - vorzubereiten. Natürlich ist auch die Vorbereitung auf Lebensphasen ohne Arbeit wichtig. Viele unserer Schulen leisten diese Arbeit auch trotz aller Schwierigkeiten noch einigermaßen erfolgreich.
Leider gibt es auch Gebiete und gesellschaftliche Zusammenhänge, in denen Perspektivlosigkeit und Entmutigung die Überhand zu gewinnen drohen. Diese bedauernswerten Zustände dürfen der Öffentlichkeit aber nicht als Regel dargestellt werden, wie es nun schon mehrfach im Fernsehen geschah. Die dadurch verbreitete abschreckende Wirkung schadet dem Image der Förderschulen und deren Bemühungen um Integration ihrer SchülerInnen und diskriminiert, anstatt die dringend notwendige Hilfe zu geben.
Anbei: Nach meiner langjährigen Erfahrung ist die frühe Mutterschaft einiger Mädchen nicht das Streben nach ''höherem Einkommen'', sondern der verzweifelte Versuch, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben, wo sie sich von allen möglichen Helfern im Stich gelassen fühlen. Und das ist ein weiterer Grund, gemeinsam nach Lösungen und Hilfen zu suchen und diese bei den Institutionen auch einzufordern.
Wir sollten die Sender (WDR, Phoenix und ARD) auffordern, ein positives (''normales'') Beispiel, etwa gelingende nachschulische Förderung, zu produzieren und zu senden.
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