Das Aktionsbündnis Schule hat vor der Landespressekonferenz seine Haltung zur aktuellen Schulpolitik dargelegt.Unsere Vorsitzende führte dazu aus:
Karoline Pinkert
Sprechzettel (PK des „Aktionsbündnisses Schule“, 18. Mai 2005)
1. In den Dutzenden von Bildungsforen kristallisierten sich wesentliche Erwartungen an eine neue Landesregierung heraus.
2. Eine pädagogisch zufriedenstellende Unterrichtsver-sorgung ist für Eltern Dreh- und Angelpunkt aller Bemühungen um mehr Schul- und Unterrichtsqualität. Zusätzliche Lehrerstellen sind dringend erforderlich.
3. Die Sorgen, Ängste im Zusammenhang mit zentralen Prüfungen verlangen rechtzeitige und zufriedenstellende Informationen.
4. Individuelle Förderung und Unterstützung erfordert u.a. mehr Diagnosekompetenz der Lehrkräfte, kleinere Klassen und Kurse und Lehrkräfte, die sich frühzeitig um Versetzungsgefährdete kümmern können.
5. An der Zahl der Reformprojekte zur Qualitätsentwicklung, -sicherung und -steigerung mangelt es nicht. Doch muss der Maßstab ihr Beitrag zum “Kerngeschäft” Schule sein, nämlich zum Unterrichten und Erziehen.
6. Wenn immer mehr Arbeit auf Lehrerinnen und Lehrer verlagert wird, wächst die Belastungsspirale. Darunter leidet die Motivation.
7. Um der Gefahr der regionalen Einmischung und Politisierung zu begegnen, muss die Schulaufsicht auf einer mittleren Verwaltungsebene angesiedelt werden.
8. Schulpolitik muss - dies gilt - vor allem für die nächste Landesregierung - auf Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit angelegt sein. Wir erwarten Rechtssicherheit, Kontinuität, vor allem aber Glaubwürdigkeit.
Schulpolitische Weichenstellungen dürfen nur im Dialog mit allen an Schule Beteiligten erfolgen.
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