Aktuelle Nachrichten und Meldungen aus der Landespolitik und den Ortsverbänden. mehr...

 


Diskutieren Sie mit uns und anderen über die Themen, die Sie und uns bewegen! mehr...

 


Registrieren Sie sich für unseren Infodienst per E-Mail. Damit Ihnen nichts entgeht. mehr...

 


Unterstützen Sie unsere Arbeit - mit einer Mitgliedschaft oder mit einer Spende! mehr...

 


Nachricht No. 179 von Montag, 16. März 2009:

Pflegebedürftigkeit

Neubestimmung nach dem SGB XI

Eine Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs nach den aktuellen Erkenntnissen der Pflegewissenschaften wurde im Koalitionsvertrag festgelegt.
Ein Beirat zur Überprüfung wurde im November 2006 vom Bundesministerium für Gesundheit eingesetzt. In Zukunft sollen nicht nur körperliche Aspekte berücksichtigt werden, sondern auch der Bedarf an allgemeiner Betreuung bei Einschränkung der Alltagskompetenzen.

Im gegenwärtigen Begutachtungsverfahren durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen MDK wurde der Pflegebedarf entsprechend der erforderlichen Pflegezeit in 3 Pflegestufen eingeteilt.
Das neue Instrument zielt auf eine umfassende Berücksichtigung von Pflegebedürftigkeit und erfasst sowohl körperliche als auch kognitiv/psychische Beeiträchtigungen. Künftig soll es 5 Bedarfsgrade geben. Diese umfassen auch Aspekte wie Gedächtnis, Wahrnehmung, Denken, Urteilen, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte sowie Einteilung und Ausfüllung von verfügbarer Zeit.

Wir sehen bei dieser Interpretation von ''Pflegebedürftigkeit'' auch für unsere schwer lernbehinderten Mitmenschen die Möglichkeit, Unterstützung zu bekommen (evtl. im Zusammenhang mit dem Persönlichen Budget) wo früher niemand zuständig war.
Das neue Instrument wurde getestet und hat sich als praxistauglich und unbürokratisch erwiesen.
Allerdings ist Kostenneutralität bei der Umsetzung gefordert. D.h., da niemand, der heute einen anerkannten Pflegebedarf hat, schlechter gestellt werden darf, ist entweder Kostenneutralität unmöglich oder der Prozess der Umstellung zieht sich über einen sehr langen Zeitraum (biologischje Lösung) hin.


 

zurück