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Nachricht No. 189 von Dienstag, 9. Juni 2009:

Landesverbandstag am 6.6.09

Eine erfolgreiche Tagung zur Teilhabe von Menschen mit Lernbehinderung

Die Themen hatten viele Interessierte angesprochen und so waren Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Vertreter befreundeter Verbände zahlreich der Einladung gefolgt.

Lebhaft und sachkundig wurde informiert und diskutiert.

Wir freuen uns auch über anerkennende Schreiben, die uns im Nachhinein erreichten.

Im Folgenden finden Sie einige Gedanken:

Frau LRSDin Heller stellte anschaulich dar, wie die Forderungen der UN-Konvention im Gemeinsamen Unterricht und besonders durch die Errichtung von Kompetenzzentren erreicht werden sollen.
Sie betonte, dass die allgemeinbildende Schule sich verändern müsse, dergestalt, dass sie die Verantwortung für alle Kinder, auch jene mit Behinderung, übernehmen müsse.
Die Eltern sprachen sich für die individuelle Förderung an Förderschulen aus. Sie befürchten, dass an den allgemeinbildenden Schulen die Akzeptanz der Eltern von nicht behinderten Kindern ihren Kindern gegenüber fehlt und möchten deshalb keinen ''integrativen Unterricht''.
Sie stellten fest, dass mehr Geld und mehr Lehrerstellen unabdingbar sind.
Die einzurichtenden Kompetenzzentren wurden sehr skeptisch gesehen. Es wurde besonders kritisiert, dass durch die Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Sekundarschulen die Arbeit an den Förderschulen leidet.
Nach lebhafter Diskussion wurde das Resultat formuliert:
''Lobby für die Kinder mit Lernbehinderung müssen Eltern sein, die sich nicht verstecken!''

Der Landesverband plant, zusammen mit dem Aktionsbündnis Schule eine Resolution zu den Forderungen der UN-Konvention zu erstellen.

Nachmittags stellte Herr Mathes vom DPWV die vielzahligen Fördermöglichkeiten am Übergang Schule - Beruf dar. Da der Zugang zu vielen Programmen vom Schwerbehindertenausweis abhängt, entspann sich eine lebhafte, informative Diskussion um dessen Vor- und Nachteile.
Im Frühjahr 2010 wird eine weitere Tagung zu Schule - Beruf in Münster stattfinden, auf der der Ortsverband Münster, der seit vielen Jahren auf diesem Gebiet tätig ist, Konzepte zu verschiedenen Maßnahmen vorstellen wird.


 

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