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Nachricht No. 204 von Sonntag, 21. März 2010:

Experimente auf Kosten der Kinder

Erklärung des Aktionsbündnisses Schule zur Landtagswahl

Keine Schulexperimente auf Kosten unserer Kinder!
Forderungen an die künftige Bildungspolitik in NRW

Die 17 Mitglieder des Aktionsbündnisses Schule - Eltern-,Lehrer- und Fachverbände - geben unter der Federführung von Herrn Peter Silbernagel, dem Sprecher des Aktionsbündnisses Schule, eine Erklärung zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 09.05.2010 ab.
Den Wortlaut der Erklärung finden Sie im Folgenden:

1. Die 17 Mitglieder des Aktionsbündnisses Schule fordern, dass eine vielfältige und vielgliedrige Schulstruktur ab der 5. Klasse in Nordrhein-Westfalen erhalten bleibt. Nur so kann man den unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden.

2. Das Aktionsbündnis Schule lehnt eine Verlängerung der Grundschulzeit um 2 Jahre strikt ab. Damit würden in unverantwortlicher Weise der Hauptschulbildungsgang auf 3 bzw. 4, der Realschulbildungsgang auf 4 und der gymnasiale Bildungsgang auf 6 Jahre verstümmelt.

3. Das Recht der Eltern, in einem mehrgliedrigen, differenzierten Schulwesen unter verschiedenen Schulformen wählen zu können, ist nicht anzutasten.

4. Der eingeschlagene Weg einer qualitätsorientierten Bildungspolitik mit der konsequenten Verstärkung individueller Förderung, dem Ausbau der Ganztagsschulen und der besseren Unterrichtsversorgung muss fortgesetzt werden. Bildung braucht Kontinuität und Berechenbarkeit!

5. Mit Nachdruck verurteilt das Aktionsbündnis Schule grundlegende Strukturveränderungen. Diese verursachen hohe, kaum kalkulierbare finanzielle Belastungen für die Steuerzahler und blockieren damit sämtliche inhaltlichen Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung. Massive Investitionen in Beton verhindern Investitionen in Köpfe, in kleinere Klassen und Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Schulen.

6. Das Aktionsbündnis Schule wird nicht zulassen, dass in Nordrhein-Westfalen die Schulpolitik zum Experimentierfeld auf Kosten unserer Kinder wird!

7. Bildungs- und Schulpolitik darf nicht zur politischen Verhandlungsmasse degradiert werden! Wir wollen keine Versuche am lebenden Kind! Das Aktionsbündnis Schule warnt: Wer Schulvielfalt einebnet und Schulqualität aushöhlt, kündigt den Schulfrieden auf!

Düsseldorf, den 17.03.2010


 

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